Am 14.09.2025 wurde es in Barbing richtig laut! Doch der Knall, der durch den Ort hallte, war weit mehr als nur Lärm. Er war das Signal für die feierliche Tradition des Böllerschießens, die tief in unserer Kultur verwurzelt ist und bis ins Mittelalter zurückreicht.
Anlass war das allererste Gau-Böllertreffen, veranstaltet vom Kreisschützenverband Oberpfalz und Donaugau. Schirmherr war kein Geringerer als Staatsminister Joachim Herrmann, während die Ehrenschirmherrschaft Marie-Therese von und zu Lerchenfeld innehatte.
Ein Brauchtum mit Leidenschaft
Das Treffen brachte 73 Böllerschützen aus insgesamt elf Vereinen zusammen, die sich gemeinsam dem Erhalt dieses faszinierenden Brauchtums verschrieben haben. Mit dabei waren unter anderem die Burgschützen Wolfsegg, die Adlerseige Tegernheim und die Alpenrose Köfering.
Die Organisation lag in den Händen von Gauschützenmeister Alexander Schuster und dem Böller-Kommandeur Siegfried Judmann, der den erkrankten Gau-Böllerreferenten Stefan Kopp vertrat. Nach einer herzlichen Begrüßung in der Rathausgaststätte zogen alle Teilnehmer, begleitet von der Blaskapelle Musikverein Barbing, zum Schießplatz.
Ein beeindruckendes Spektakel
Pünktlich um 15:15 Uhr begann das mit Spannung erwartete Schießen. Unter der Leitung von Siegfried Judmann gaben die Schützen eine beeindruckende Vorstellung ihres Könnens. Marie-Therese von und zu Lerchenfeld gab mit der blauen Flagge den Startschuss für die erste Schussfolge – die langsame Reihe. Es folgten weitere traditionelle Reihen wie die schnelle Reihe, der Doppelschlag und die gegenläufige Reihe.
Das Highlight war der abschließende Salut, bei dem alle 73 Schützen gleichzeitig ihre Böller zündeten. Das Zeichen dafür gab Landtagsabgeordneter Patrick Grossmann. Es war ein eindrucksvoller Moment, der die Präzision und Disziplin der Schützen unter Beweis stellte.
Ein solches Ereignis zeigt, wie lebendig Traditionen sein können und wie sie Menschen zusammenbringen.









